Ein Besuch in Bäldleschwaige

wmbaeldleschwaigehungerBei 0 Regen-und Schneerisiko machten sich 58 Landfrauen mit Bussen am Freitag des 3. Adventswochenendes entlang der romantischen Straße in Richtung Donauries. Schon von weiten konnte man das Hofgut Bäldleschwaige als Besuchermagnet anhand des vollen Parkplatzes erkennen. Jede war gespannt was dieser bäuerliche Christkindlesmarkt fern der Stadt so zu bieten hat. Schon am Eingang lag ein Duft von Bratwürstchen und Glühwein in der Luft. Viele Besucherinnen machten es sich gleich im weihnachtlich geschmückten Stadl bei Kaffee und Kuchen gemütlich. Den anwesenden Hausherren entlockten einige im Gespräch die Entstehung des Weihnachtsmarktes, der sich seit 19 Jahren präsentiert und jedes Jahr mehr Aussteller und Besucher anzieht. Das Bummeln in der Dämmerung durch die 70 verschiedenen, liebevoll geschmückten Stände aus dem handwerklichen und künstlerischen Bereich stimmte voll in die Weihnachtszeit ein.

Bei den sehr vielen unterschiedlichen Bastelarbeiten von Privatanbietern und meisterhaften Holzschnitzereien war für jeden Geschmack etwas dabei, da konnte niemand widerstehen. Ein modernes Krippenspiel in der wmbaeldleschwaigegluehweinScheune lud zum Verweilen ein, hier konnte auch eine echte Krippe bewundert werden. Auch kulinarisch kamen die Roter Frauen auf ihre Kosten und konnten vom Deftigen bis zum Süßen ihren Hunger stillen. Immer wieder entdeckte man neue herrliche  Accessoires – doch die Zeit verging wie im Flug. Um 19.30 Uhr war Abfahrtszeit. Zufrieden, die letzten Weihnachtsgeschenke ergattert zu haben, machte man es sich im Bus dann zur Heimfahrt bequem.

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Adventsfeier

AdventsfeiernikolausDie Flötengruppe, unter Leitung von Frau Armoneit, stimmte  feierlich mit „Sinfonica“ in den adventlichen Abend ein. Im Anschluss begrüßte Heide Böcker ihre Gäste mit einem kleinen Rückblick und freute sich, dass mit dieser Feier das Jubiläumsjahr ausklingen wird. Anita Meinikheim überbrachte den Weihnachtsgruß von Frau Linckh. Weihnachtliche Lieder liesen eine besondere Stimmung aufkommen. Susanne Niklas-Bach führte mit dem Anspiel „Der Advent und die anderen Monate“  in das Aufbäumen der 11 Monate ein, die sich jahrhundertelang vom Dezember unterdrückt fühlten. Er hatte wegen seiner Advents-und Weihnachtszeit alle Monate in den Schatten gestellt und war mittlerweile unerträglich geworden. Die Teamfrauen versetzten sich in die Monate und trumpften mit den herrlichen Momenten, Eigenheiten und Vorzügen vom Januar bis November im passenden Outfit auf. Aber der Advent weihte sie in sein Geheimnis ein und konnte alle mit der AdventsfeierClownbesinnlichen Zeit mit Kerzenlicht, Weihnachtslieder  und der Heiligen Familie  überzeugen. Die Flötengruppe leitete mit „In dulci jubilo“ das gemeinsame Essen ein. Als Überraschung tauchte ein echter Nikolaus auf, der lobend und anerkennend von den Aktivitäten des Vereines erzählte. Sehr amüsant und witzig verteilte Rainer Groß  die Nikolausstiefel an die Mitglieder. Die Vorsitzende bedankte sich bei allen für die Unterstützung bei den vielen Aktionen, der Treue zum Verein und die guten Besuche bei allen Veranstaltungen, die immer Impulse für neue Ideen geben. Mit Glühwein, Gutsle und netten Gesprächen wurde ein sehr erfolgreiches Landfrauenjahr beendet.

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Alt werden - Geschenk und Aufgabe

BBVortragKaffeeleckerEs war einmal ein alter Mann.. Mit diesem Märchen begann Robert Schiek im Gasthaus Rössle seinen Vortrag. Er ging auf die steigende  Lebenserwartung ein - die Zeit der Nachberuflichen Phase wird immer länger und wer es gut angeht kann sein Alter fühlbar hinausschieben, erklärt der Referent. Materiell abgesichert leben wir in Frieden – es winkt eine große Freiheit mit vielen Angeboten. Er meint, das Geschenk des Alters ist nicht die ewige Jugend, sondern wie jeder diese Zeit individuell gestaltet. Lebenslust und Lebensfreude sind bis ins hohe Alter möglich, das erfordert jedoch Aufgaben. Positiv wirkt sich ein guter Umgang mit unserem Körper aus, auch immer neugierig sein hält den Geist gesund, das beweisen viele Studien. Fürs Gehirn gilt: Nutze es oder verliere es. Wir Menschen sind auf Gemeinschaft ausgelegt und suchen soziale Kontakte, die uns den nötigen  Schwung bewahren. Die Lebensbilanz mit einem versöhnlichen Blick zurück betrachten, beweist sich als sehr wertvoll, davon ist BBVortragHerrSchiekHerr Schiek überzeugt. Das loslassen von einem Stück Selbständigkeit zu üben, lernen um Hilfe zu bitten und sie auch annehmen ist mit zunehmendem Alter wichtig. Der Referent rät, besondere Vorbereitungen im Hinblick auf das Testament und Vorsorgevollmacht zu treffen.  Altern als Paar ist ein besonderes Geschenk -aber wie geht man mit dem Tod des Partners um. Man sagt, „Frauen trauern, Männer ersetzen“ (oft), sie wollen nicht alleine bleiben. Mit den Worten „wir werden nicht nur älter, wir werden jeden Tag neu, beendete Herr Schiek seinen mit humorvollen Anregungen verpackten Vortrag.

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Besichtigung Wolle Schoppel und Garten in Schnelldorf

Mit dem Besuch der Firma Schoppel Wolle in Wallhausen eröffneten die Landfrauen ihr Herbstprogramm. Bei  der Begrüßung gab Herr Schoppel einen Einblick in die Firmengeschichte, die bis ins Jahr 1954 reichte. Getreu seinem Vorsatz – flexibel bleiben mit der Faser, machte er die Besucherinnen im Rohwarenlager mit den tierischen Materialien der gewaschenen Schafwolle, Kaschmir, Alpaka und Mohair vertraut. Fühlen durften die Frauen auch die pflanzlichen Fasern wie Leinen, Hanf, Flachs und Seide und Baumwolle. 

Bei dem interessanten Rundgang durch die Produktion erfuhren die Gäste einiges über das Einfärben der Wolle durch flexible Lohnbetriebe. Die Arbeiten an der Kammgarnmaschine und  Walkmaschine durften sie live erleben und gespannt lauschten sie den  Erklärungen des Unternehmers über die Verarbeitung an der Streichgarnmaschine und Doppeldrahtzwirnerei. Das maschinelle Dämpfen der Wolle macht sie voluminös und streckbar, verrät Herr Schoppel, bevor das edle Garn auf der Knäuelmaschine für den Verkauf vorbereitet und an Einzelhändler versendet  wird. Die aufwändige Wollproduktion mit hochwertigen Materialien, versehen mit dem Etikett und Logo der schwarzen Katze, bürgen für „ Made in Germany“ und machten die Firma weltweit bekannt. Beeindruckt  über die Herstellung des Zauberballes konnten die Damen ihre Lust am Stricken zeigen und sich mit Wolle eindecken.

Alle freuten sich nun auf die Kaffeepause im Cottage von Christine Scharvogel-Ludwig in Schnelldorf. Dank des Obst-u. Gartenbauvereines konnten die Damen leckere Torten und  Kaffee im gemütlichen Rosamunde Pilcher Ambiente genießen. Ein Rundgang durch den herrlich gestalteten Garten begeisterte die Besucherinnen. Mit eigens geschaffenen Natursteinmauern und Elementen aus Naturmaterialien zauberte die Gartenliebhaberin ein Paradies für Insekten, Vögel und andere tierische Mitbewohner. Wichtig war ihr den Garten in Räume zu teilen, erklärte sie, um damit Nischen als Oasen der Ruhe entstehen zu lassen. Die üppige Blumenpracht und die Ruhezonen laden nach der aufwändigen Gartenarbeit zum Entspannen und Rückzug  ein, versicherte sie lachend. Mit Ratschlägen und Tipps versehen verabschiedeten sich die Besucherinnen herzlich von Frau Scharvogel –Ludwig und wünschten ihr weiterhin ein gutes Händchen und viel Freude.  

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Burger und mehr

ferienprogrammburgereinleitung21 interessierte Kinder trafen sich in zwei Gruppen zum gemeinsamen Kochen und Testen ihrer Kochkünste mit den LandFrauen in der Schulküche der Gemeinschaftsschule Rot am See. Unter Leitung der AK Beraterinnen Karin Könninger und Susanne Niklas-Bach wurden die Rezepte und die nötigen Lebensmittel besprochen. Die Kinder durften sich nach Wunsch gruppieren und machten sich mit frisch gewaschenen Händen gleich ans Werk. Sie wirkten mit ihren Schürzen wie kleine Profis und erhielten reichlich Hilfe und Tipps von einigen LandFrauen.

Es machte ihnen Spaß den Brötchenteig zu kneten, zu  formen und backen. Selbst Zwiebel schneiden für den Hackfleischteig war ok. Das Würzen, panieren und braten der Putenschnitzel für die Burger meisterten die Mädels und Jungs super. Für den vegetarischen Burger mussten sie Mozzarella und Tomaten vorbereiten und natürlich durfte eine gut gewürzte Soße als Belag nicht fehlen. Grünen Salat waschen und klein zupfen gehörte doch zu den leichteren Aufgaben. Auch für die Flachswickel wurde fleißig geknetet – doch das Formen der Wickel stellte eine  Herausforderung und besonderes  Fingerspitzengefühl an die Jungs. Dagegen fanden sie  das schnippeln der Früchte für den Obstsalat recht easy.  Eine Jogurt-Himbeer-Creme  krönte den Abschluss, wozu geschlagene Sahne und Jogurt vorsichtig vermischt und auf die Himbeeren verteilt wurden. Für die hochsommerlichen Temperaturen bot sich ein Erfrischungsdrink aus kaltem Pfefferminztee  und Apfel - Orangensaft als ideale Ergänzung an. Hungrig von der Arbeit ließen sich die Kinder ihre leckeren gut gelungenen Kreationen schmecken und sie durften sogar Kostproben mit nach Hause nehmen. Gemeinsames Spülen und Aufräumen war Ehrensache. Mit den erhaltenen Rezepten können die Kinder nun in den Ferien ihre Familien mit einem leckeren Burger überraschen.

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"My fair Lady" in Röttingen

Mit dem Musical „My fair Lady“ setzten die LandFrauen kulturell ein Glanzstück zum Abschluss des Sommerprogrammes. Bei  hochsommerlichen Temperaturen, erfrischenden Getränken und kleinen Snacks stimmten sich die 52 Damen und Herren  im Vorhof der Burg auf den Abend ein. Die beschauliche Kulisse im Hof der Burg Brattenstein bot das ideale Ambiente für den Klassiker, der sich seit seiner Uraufführung 1961 in Berlin größter Beliebtheit erfreut. Wegen ihrer vulgären Aussprache wird das Blumenmädchen Eliza das Objekt einer Wette zwischen dem Sprachforscher Prof. Higgins und Oberst Pickering. Higgins soll Eliza in 6 Monaten  durch hartes Sprach-und Benimmtraining von der Unter-in die Oberschicht bringen. Ihr ganzes Leben und das ihres Vaters werden durcheinander gewirbelt und auch Higgins wird durch das Experiment mehr mitgenommen, als er sich eingesteht. Aus einer Wette wird ein Lebensschicksal. Mit Witz und Romantik und herrlichen Melodien begeisterte das Ensemble die Besucher. Ein Genuss für Augen und Ohren – der mit einem anhaltenden Applaus belohnt wurden.

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Ein Wochenende in Oberstdorf

teamausfluggipfelkreuz„Gemeinsam Wandern – gemeinsam Genießen“, war das Motto des 3-tägigen Teamausfluges nach Oberstdorf, den Uwe und Kim Griebel ins kleinste Detail organisiert hatten. Voller Vorfreude machte sich die Gruppe mit Autos auf in Richtung Allgäu zum südlichsten Ort Deutschlands. Leider konnten zwei Damen wegen Krankheit nicht dabei sein.  

Nach dem einchecken im Hotel war zum  „Ankommen“  Kaffee  und Kuchen im besten Café im Ort angesagt. Beim anschließenden Sightseeing mit einer echten Oberstdorferin wurde die Geschichte Oberstdorfs und die der herrlichen alten Häuser lebendig. In der Kirche St. Johannes Baptist konnte die höchste Kanzel und der Alter bewundert werden. Ein  heftiger Gewitterregen beendete die Führung, was jedoch bei einem gemütlichen Beisammensein mit leckeren Essen schnell vergessen war.

Nach dem Frühstück am Samstag machte sich die Gruppe dann auf den Weg zur Fellhornbahn, die sie zur Mittelstation brachte. Bei der Wanderung in der herrlichen Bergwelt  rund um den Schlappoldsee konnte man die Seele baumeln lassen und die vielen Bergblumen bestaunen, meinte es Petrus doch heute besonders gut. Eine Einkehr in der Alpe Obere Bierenwang  mit deftiger  Erbsen-und Knödelsuppe gab die nötige Power für die Gipfelbesteigung des Fellhorns. Der Weg zum Gipfel war schweißtreibend, aber die herrlichen Bergblumen,  Murmeltiere  und das Gipfelkreuz entschädigten die Wanderer dafür. Ein Teil der Gruppe bevorzugte lieber die Bahn nach oben zum herrlichen Rundumblick und gemeinsamen Gipfelkreuzfoto. Nach diesem Genuss freuten sich alle auf die Abfahrt mit der Bahn. Ein kleiner Bummel im Ort und ein gemütliches Abendessen im Hotel, mit anschließender Teamsitzung, liesen den wunderschönen Tag ausklingen.

Trüb und regnerisch zeigte sich der Sonntag, beim Frühstücken sah man die vielen Läufer des  legendären Nebelhornlaufes vorbeiziehen. Aber das hinderte die Gruppe nicht an einer Wanderung zur Sennerei Besler im Stillachtal. Hier gab der Hausherr gleich einen interessanten Einblick in die Milchkuhhaltung im neu erbauten  Milchviehlaufstall, der für artgerechte Haltung von behornten Kühen sorgt. Die Milch wird in der eigenen Sennerei zu Käse verarbeitet, erklärte der Besitzer. Die reichlichen Kostproben des leckeren Bergkäses animierten zum Kauf als Mitbringsel für Zuhause. Einen Blick gab es vorher auf die umgebaute Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken verabschiedete sich die Gruppe von der „Oberstdorferin Kim“ mit einem herzlichen Danke und trat den Heimweg an. Ein besonderes Dankeschön  ging an Uwe Griebel für die tollen Tage in dieser herrlichen Bergwelt.

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Firma Bürkert Gerabronn

Mit der Besichtigung der Firma Bürkert Fluid Control Systeme in Gerabronn ging es in die Sommerferien. Im Schulungsraum des Herstellers von Mess-Steuer-Regelsysteme mit Schwerpunkt Ventile wurden sie vom Betriebsleiter begrüßt. Herr Wohlfahrt stellte die Firma, die 1946 von Christian Bürkert gegründet wurde, vor. Neben dem Stammsitz in Ingelfingen, wo neben der Verwaltung und dem Vertrieb die Produktentwicklung angesiedelt ist, gibt es weitere Produktionsstandorte in Criesbach, Gerabronn und Öhringen sowie ein Werk in der Nähe von Colmar im Elsass. Daneben unterhält die Firma weltweit Verkaufsniederlassungen und Systemhäuser für kundenspezifische Lösungen. Ca. 2.500 Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Kunde innerhalb von durchschnittlich 5 Tagen sein speziell auf ihn zugeschnittenes Produkt ausgeliefert bekommt. Das erfordert beim Variantenreichtum und den kundenspezifischen Lösungen aber auch eine enorm flexible Fertigungssteuerung und entsprechenden Logistikaufwand.  

Das Werk in Gerabronner beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter in 3 Schichten und produziert alle Magnetspulen sowie Kleinventile, die sich als flexible Nischenprodukte in bester Qualität auszeichnen, erklärte Herr Wohlfahrt. Nach Präsentation eines Imagefilmes wurden die Landfrauen in zwei Gruppen durch die Produktionshallen geführt. Bei der höchst interessanten Führung wurden die voll- und teilautomatisierten Spulenwickelanlagen, das Impressen der Spulen und die Entgrate –und Prüfanlagen gezeigt. In der Systemmontage wurde den Besuchern die Herstellung von hochkomplexen Systembaugruppen für unterschiedlichste Einsatzgebiete wie Medizin-und Dentalbereich und  in der Luftfahrt erklärt. In vielen technischen Geräten des täglichen Gebrauchs, wo Luft oder Flüssigkeiten eingesetzt und präzise und zuverlässig gesteuert werden, wie z. B. Kaffeautomaten, Autowaschanlagen, Melkmaschinen, Duschkabinen, Zahnarztstühlen oder Kompressoren, sind Bürkert-Produkte aus Gerabronn verbaut.

Im Schloss Café in Langenburg liesen dann die Frauen bei Kaffee und Kuchen den interessanten Nachmittag ausklingen.

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"Wie gut das es dich gibt"

Kein Vortrag - sondern ein kommunizieren mit den Besucherinnen war das Ziel von Frau Elke Hammer an diesem Abend. Sie ermunterte die Gäste die Namen ihrer besten Freundinnen in den Raum zu werfen und darüber zu erzählen. Sie selbst berichtete über Freundschaften die sie durch ihr Leben begleiten. Eine Freundschaft ist immer intim- sie ist exklusiv und intensiv und durch gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen gefestigt, berichtet die Referentin. Sie ist eine Bindung die oft schon als Kind geprägt wird. Da Frauenfreundschaften sehr intensiv gelebt werden sind die Erwartungen - wie Gleichheit der Interessen, Spontanität und innerliche Verbundenheit sehr hoch gesteckt. Männer kommunizieren anders – Frauen lachen viel und sind tendenziell berührungsorientierter, enge Beziehungen brauchen Körperkontakt. Neid und Missgunst stören und können Rivalität erzeugen. Heute noch die beste Freundin – morgen will ich nichts mehr mit dir zu tun haben, erzeugt den Ausdruck der Stutenbissigkeit, erklärt Frau Hammer. Eine nichtverzeihbare Kränkung oder Zerwürfnisse basieren oft auf nicht ausgesprochenen Worte.

Es gibt Freundschaften die ein Leben lang halten, man ist sich immer nah - gibt Beistand aber nimmt auch Hilfe an. Freundschaft en haben eine herausragende Bedeutung für Menschen in unserer Gesellschaft und besitzen ein unverbrüchlicher Wert den man pflegen sollte, rät die Referentin. Der besten Freundin einfach zu sagen „Schön dass es dich gibt“ war die Anregung an ihre Gäste.  

Übersäuerung als Ursache von Zivilisationskrankheiten

Das Thema lockte viele Interessierte ins Bürgerhaus. Zu Beginn ihres Vortrages ging Frau Dr. Bentzien auf ihre eingehende Beschäftigung mit Bienen ein - das ihr Verständnis vertiefte, wie sehr Mensch und Natur im Einklang stehen. Nach dem Motto Gesundheit ist messbar ging sie auf die von ihr praktizierte Stoffwechselanalyse, ohne Labor und Blutentnahme die Werte ermitteln, ein. 80 Billionen Zellen hat der Mensch, die bildlich gezeigt, ständig durch Fehlersteuerungen angegriffen werden. Ungesunde Lebensweise, Stress, Ärger und negative Gedanken führen zu Übersäuerung im Körper und lösen 80 % der Zivilisationskrankheiten aus, warnt die Referentin. Die Ursachen hierfür sind falsche Ernährung durch zu viel Fleisch, Wurst, Zucker, Backwaren und Kaffee und Alkohol. Die fatalen Folgen der Übersäuerung machen sich durch Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Gicht und Fettansammlungen bemerkbar. Den Körper zu entsäuern und zu vitalisieren gelingt lt. Frau Dr. Bentzien mit grünen Kaffee, der basische wirkt und die Zellen reinigt. Die Acai Beere kurbelt die Fettverbrennung an und hat einen hohen Eisengehalt, auch die Acerolakirsche und der Lingzhi Heilpilz zeigen eine heilende Wirkung. Wichtig für ein optimales Wohlbefinden ist auch eine gesunde Darmflora mit 100 Billionen Darmbakterien, meint die Referentin. Bis zum Alter von 7 Jahren baut sich die Darmflora auf, deswegen sollten Kinder zur Stärkung des Immunsystems auch mal im Dreck spielen dürfen. Schlechte Darmbakterien vermehren sich durch zuckerhaltige Ernährung, lösen Allergien aus, der Darm kann das Glückshormon Serotonin nicht mehr produzieren und es können Depressionen entstehen. Um den Darm wieder ins Lot zu bringen schwört Dr. Bentzien auf das Wundermittel OPC und den Saft der Aroniabeere. Eine gesunde Ernährung und ausgewogene Lebensweise hilft den Zivilisationskrankheiten entgegen zu wirken, appellierte die Referentin an die Gäste, die viele Anregungen und Tipps für ihre Gesundheit mit nach Hause nehmen konnten.

Staudengärtnerei Gaissmayer und Kloster Roggenburg

50 Frauen machten sich auf den Weg nach Illertissen und zum Kloster Roggenburg. Nach dem obligatorischen Sekt und Brezelfrühstück kamen die Damen pünktlich um 10.00 Uhr zur Führung in der Staudengärtnerei an. Lebendig und interessant führte die Juniorchefin durch die Gärtnerei. Der Betrieb ist ein anerkannter Bio-Betrieb, der die angebotenen Pflanzen zum größten Teil selbst kultiviert. Das Angebot umfasst über 3000 Arten von Stauden und Kräutern. Im Laufe der Führung wurde erklärt, welche Stauden im Halbschatten/Schatten und der Sonne gedeihen. Nach der Führung wurde dann noch für den eigenen Garten eingekauft, um sich an der Schönheit der Pflanzen auch dort zu erfreuen. Nach dem gemütlichen Mittagessen stand das Kloster Roggenburg auf dem Plan, wo die Frauen zuerst das Efeulabyrinth inspizierten und über die vielen Efeuarten staunten.  Eine Führung durch die sehr kalte Klosterkirche zeigte, wie prunkvoll das Gotteshaus ausgestattet ist. Dem Orgelkonzert zu lauschen war ein Genuß für alle. Gefüllt mit einer Vielzahl an interessanten Eindrücken, machten sich die Frauen nach einer gemütlichen Einkehr auf den Heimweg.

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60 Jahre LandFrauenverein - ein gelungenes Fest

Der Landfrauenverein aus Rot am See feierte im FORUM mit 250 Gästen und lokalen Honoratioren sein sechzigjähriges Bestehen. Willi Wieland und Helga Behringer zauberten mit Frühlingsblumen ein festliches Ambiente. Die Erlebnisdekoration ließ bei den Gästen gleich Erinnerungen an vergangene Zeiten wach werden.

Eingeleitet mit dem Song „Frauen“ von Udo Jürgens eröffnete die Vorsitzende Heide Böcker das kurzweilige Programm, das sie unter das Motto „Lebendige Erinnerungen“ stellte. Anschließend lobten die Grußwortredner Bürgermeister Gröner („Wir freuen uns, dass die Gemeinde heuer Diamantene Hochzeit mit den Landfrauen aus Rot am See“ feiern darf)“ sowie die Kreisvorsitzenden Gerti Häussermann und Rotraud Mack („Wir leben zwar im ländlichen Raum, aber nicht hinter dem Mond“) die „Fleißigen Bienen“ über den grünen Klee – völlig zurecht, wie sich im weiteren Verlauf des Abends herausstellen sollte.

Mit der „Lebendigen Chronik“ hatten die Jubilarsfrauen nicht übertrieben: Angefangen hat alles mit einem Nähkurs im Januar 1957. Die locker auf hohenlohisch im Wechsel zwischen Heide Böcker und ihrer Stellvertreterin Anita Meinikheim vorgetragene Historie der Roter Landfrauen wurde durch Einlagen eines Großteils der derzeit 181 Mitglieder unterbrochen. So gab unter anderem Flachswickel für die Gäste, die Gymnastikgruppe stellte sich vor und animierte den Saal zum Mitmachen, „frau“ erinnerte an ein Highlight in der Geschichte, den „Kronentanz“, den die Landfrauen aus Rot am See zur Eröffnung des „Landwirtschaftlichen Hauptfestes“ 1995 in Bad Cannstatt präsentieren durften und damit sogar ins Fernsehen kamen. Auch eine Modenschau aus den sechziger Jahren durfte nicht fehlen. Mit Trolly, Rucksack und Rad zeigten sie im  passenden Outfit ihre ungebremste Reiselust.  All diese Aktivitäten sind der Beleg dafür, dass die Landfrauen immer mit der Zeit gegangen sind.  Die Gründer-Landfrauen Marta Markert, Marianne Hornung, Anette Maurer sowie Elfriede Nicklas erhielten Ehrungsurkunden und Präsente, bevor Heide Böcker auf den „Hauptact“ des Abends, dem Auftritt von „Comedia Vocale“ überleitete.

Der mit neun Männern und weiblicher Klavierbegleitung besetzte A-cappella-Chor von der Ostalb zog die Festgäste sofort in seinen Bann. 60 Minuten beste Musikunterhaltung, beispielsweise mit Ohrwürmern der „Comedian Harmonists“, sorgten für viel Applaus, zumal das Ensemble extra noch ein Lied für Geburtstagskind Uwe Griebel im Gepäck hatte. Dieser hatte für die viel beachtete und gelobte „Erlebnisdekoration“ gesorgt: „Lebendige Erinnerungen“ an sechs Jahrzehnte Landleben in Form von liebevoll bis ins Detail gestalteten Bereichen – Marke „Anno Dazumal“. Uwe Griebel hatte dafür drei Lkw-Ladungen Möbel und weitere Accessoires in die Halle verfrachtet.

Zu später Stunde entschloss sich der Berichterstatter, dem LandFrauenverein als sechstes männliches Mitglied beizutreten.

Bericht über das vergangene Jahr

lfmitgliederehrungIns  Bürgerhaus haben die Landfrauen Rot am See zu ihrer Mitgliederversammlung  eingeladen. Die zahlreichen Besucherinnen wurden herzlich von der Vorsitzenden Heide Böcker und ihrem Team empfangen. Nach dem Landfrauenlied gab Heide Böcker einen Rückblick auf das Vereinsleben und den Stand von 181 Mitglieder, 5 Förder- und 1 Juniormitglied bekannt. Mit Freude wurden 3 neue Mitglieder willkommen geheißen. In kurzem Gedenken wurde einer treuen Verstorbenen gedacht. In witziger Gedichtform brachten Claudia Griebel und Marliese Immel die Märchen lesende und Strumpf strickende Großmutter von früher und die modebewußte und reiselustige Omi von heute bildlich vor.

Die Schriftführerinnen Birgit Maier und Elfriede Frauhammer ließen die Veranstaltungen 2016 aus Bildung Kultur, Lehrfahrten und Gesundheit in einem Bericht Revue passieren. Anita Meinikheim berichtete über die finanzielle Situation und zeigte eine gute Bilanz auf, ausgearbeitet von der abwesenden Kassiererin Helga Giesecke. Die Kassenprüferinnen Elfriede Fürnstahl und Lore Scheu bestätigten die einwandfreie und korrekte Buchführung. Die Entlastung der Vorstandschaft sprach Anneliese Merz aus und bedankte sich im Namen der Mitglieder für die gute Vereinsarbeit.  

Ein gelungener Kanon leitete die Ehrungen langjähriger Mitglieder ein. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Friedgard Sinner, für 40  Jahre Emma Hollenbach, Elisabeth Lübbers, Hilde Mack, Irmtraud Stahl und Maria Straub und für 50 Jahre Treue zum Verein  wurden Brigitte Häfner, Rosemarie Schuppert, Maria Schüttler und Hilde Thiele geehrt. Heide Böcker und Anita Meinikheim beglückwünschten die Jubilare und überreichten eine Urkunde des Landesverbandes mit einer Rose und erstmal einen kleinen BDS Gutschein.

Für die Einführung in die Theaterstücke bekam Hilde Thiele als Dankeschön einen kleinen Blumengruß, wie auch die beiden Kassenprüferinnen und Beate Meinikheim für ihre Unterstützung im Bürgerhaus.

Die Vorsitzende bedankte sich bei allen für die großartige Mithilfe bei den vielen Aktionen und den herrlichen Kuchenspenden. Ein Lob für die konstruktive Zusammenarbeit gab sie ihrem Team weiter. Zuletzt sprach Heide Böcker eine Einladung zum 60-jährigen Jubiläum aus und machte auf das Programm neugierig. Wie „ Jung hilft alt – und umgekehrt" in der Realität funktionieren kann, zeigten Anita Meinikheim und Marianne Könninger spielerisch mit einem lustigen Schwank.

Mit leckeren Partybrötchen und anregenden Gesprächen ging für die Gäste ein informativer Abend zu Ende.

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Vom Schaf zur Wolle und zum Stricken

vortragschoppelwolleSchoppel-Wolle aus Wallhausen hat sich in den vergangenen 20 Jahren als Marke etabliert und das Logo mit der schwarzen Katze weit über Deutschland hinaus bekannt gemacht, erzählte Gerhard Schoppel in seinem Vortrag den vielen Zuhörerinnen. Tradition und der Bezug zur Wolle hatte in seiner Familie schon immer einen hohen Stellenwert, meinte er, denn schon 1954 begann Herr Schoppel sen. mit der Produktion von Industriegarnen mit handgetriebenen Maschinen. Eigentlich wollte er nach seinem Studium nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten, doch die von seinem Vater übernommene Handstrickgarnabteilung eines Betriebes weckte sein Interesse. Das Kreative hatte schon damals etwas Magisches für ihn, verriet der Referent. 1985 investierte die Familie in den Neubau in Wallhausen und setzte alle Energie in die Weiterentwicklung des Unternehmens - trotz sinkenden Stellenwertes des Strickens. Die Bedürfnisse des Kunden wurden durch Messebesuche intensiviert. 2008 erfolgte ein kompletter Richtungswechsel auf den Zauberball, der Farbverlauf und die Idee des handgewickelten Knäuel entwickelten sich zu einem Hit und erlangten weltweite Nachfrage. Die dafür verwendete argentinische Wolle ist GOTS geprüft. Mit Modeschauen wird der Markt neugierig gemacht, erklärte der Unternehmer. Strickzeitschriften und Anleitungshefte motivieren zum Nacharbeiten von modischen Accessoires und entfalten sich zu modernen Modemagazinen. Als begeisterter Stricker wurde Herr Schoppel mit dem Marketingpreis 2017 ausgezeichnet.

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Rückblick auf 60 Jahre LandFrauen

jubilaeum605Mit einem Rückblick auf 60 Jahre LandFrauenverein eröffneten die LandFrauen Rot am See, am 04. Februar, dem Gründungstag des Vereins, ihr Jubiläumsjahr im Bürgerhaus. Mit Freude begrüßte Heide Böcker viele Mitglieder und brachte den langjährigen Mitgliedern ihre Wertschätzung entgegen. Sie dankte allen, die sich mit ihrem Engagement in den Verein eingebracht und dadurch zu einem lebendigen Vereinsleben beigetragen haben. Mit einer Lesung stellte Susanne Nicklas-Bach die Vorzüge der vier Jahreszeiten in den Focus und schwärmte von den reizvollen Seiten des Winters. Die in Gedichtform gefassten Eindrücke des Nähkurses von 1957 brachten die Damen zum Schmunzeln.

Bei Kaffee und leckerem Kuchen wurden Gedanken ausgetauscht und die Erlebnisse der vergangenen Jahre wachgerufen. Beim Durchblättern der vielen Fotoalben schwelgten die Damen in Erinnerungen an die vielen wunderschönen Ausflüge und gemeinsamen Unternehmungen. Mit einer im Hintergrund laufenden Foto Show ließen die LandFrauen die Aktivitäten der letzten Jahrzehnte Revue passieren, hier wurde die Kreativität, Begeisterung, Fröhlichkeit und Inspiration auf immer Neues spürbar.

So gut eingestimmt auf das Jubiläumsjahr freuen sich die Mitglieder nun auf den Jubiläumsabend am 08. April 2017.

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Heimat ist mehr als ein Wort – Heimat ist Wurzel und Ziel

vortragheimatAls Einleitung seines Vortrages stellte Landespfarrer i. R. Herr Mönikheim die Frage „Was bedeutet Heimat„ in den Raum. Die Definitionen der Besucherinnen reichten weit, von da wo ich geboren bin über Familie und Wohlfühlen ergänzte er mit der Aussage „Heimat ist da, wo ich verstehe und ich verstanden werde“. Der Referent schilderte seine eigene Biographie. Als Bauernsohn aus dem Taubertal hat er den elterlichen Hof als Heimat gesehen. Mit dem Wandel der Zeit war der Hof jedoch nicht mehr erwerbsfähig,  sodass er mit Mitte 30 in die weite Welt zog um ein Theologiestudium aufzunehmen. Die Heimatgefühle zu seinem Geburtsort waren tief verwurzelt. Ein unvergessliches Schlüsselerlebnis war ein Besuch zu Hause der den  Begriff Heimat ins Wanken brachte. Die jungen Leute des Ortes waren ihm fremd geworden - die alten Vertrauten lagen auf dem Friedhof – doch das plötzliche Zwölfuhrläuten weckten die Heimatgefühle. Den Blick in die Zukunft gerichtet, auch aus seiner theologischen Sichtweise heraus, stellte er Überlegungen an, dass wir alle am Ende unseres Lebensweges heimkehren, wir Heimat finden.

Zwischendurch zitierte Herr Mönikheim bekannte  Bibelstellen zum Thema Heimat.  Begeistert stimmte er bekannte Melodien an die er mit eigenen Texten  versehen hatte. Fazit des Abends war, der Begriff Heimat verändert sich immer wieder und ist ein ständig wandelndes Gefühl.