Besuch des Tempelhofes

TempelhofBlootzessen 1Neugierig auf Schloss Tempelhof fuhren 49 LandFrauen mit dem Bus in das kleine Dorf bei Kreßberg. Von Agnes Schuster herzlich begrüßt erzählte sie wie 2010 eine Gruppe aus München auf der Suche im Internet deutschlandweit mit dem Klick „Dorf kaufen“ auf den Tempelhof aufmerksam wurde. Ökologisch nachhaltig, solidarisch gerecht und sinnerfüllt in einer Gemeinschaft  leben war ihr Ziel, wo sich heute 100 Erwachsene und 45 Kinder wohlfühlen. In zwei Gruppen wurde den Besucherinnen ein Einblick in die Gemeinschaft vermittelt. Das Zusammenarbeiten in verschiedenen Projekten, miteinander Wohnen, gemeinsames feiern und Kunstaktionen fordert und fördert den sozialen Kontakt, erklärte die Referentin. Ein Blick in die Seminarräume, den Gemeinschaftssaal in der früheren Kapelle und die Aussage über die Prinzipien des Lernens in der integrierten Schule zur freien Entfaltung, bestätigten dies. Zwischendurch stärkten sich die Frauen im gemütlichen Schloss Café bei Kaffee und leckeren Zwetschgenkuchen aus der eigenen Bäckerei.

Als studierte Landwirtin und verantwortlich für 32 ha. Grün-und Ackerland für Getreide und Gemüse, erklärte Maya Heilmann wie der Anbau von einem Teil der Gemeinschaft zur Selbstversorgung bewerkstelligt wird. Die Liebe zum Beruf war auch beim Rundgang durch die Gewächshäuser spürbar, wo im Sommer 21 Sorten Tomaten und Feingemüse auch für Bioläden und Slowfood angebaut werden. Zum Abschluss führte sie in ihre Anzuchtstation mit einer Menge Gemüsepflanzen und Blumen, die auf den Frühling warten. Mit ihrem breiten Fachwissen konnte die Referentin so manchen Tipp mit nach Hause geben. Begeistert von den vielen Eindrücken des „kleinen Dorfes“ stiegen alle in den Bus in Richtung Alexandersreuth.

Beim Betreten der urigen Scheune von Familie Ludwig konnte man schon die deftigen Blootze riechen. Fünf verschiedene herzhafte Sorten und Gespräche über das Erlebte rundeten den gelungenen Nachmittag ab. Auf Anregung stellte Frau Ludwig noch ihren großen Milchviehbetrieb vor- die anfallende Arbeit wird von der gesamten Familie abgedeckt erklärte sie stolz zum Ausklang. Alle waren sich einig – es war eine interessante Ausfahrt.

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