Ein Sommer auf der Alm

Vortrag ein Sommer auf der AlmEinen vergnüglichen Abend bereitete Brigitte Dunz den 29 LandFrauen mit ihren Erlebnissen auf der Alm. Ihr gelang es vortrefflich die Zuhörerinnen mit einzubeziehen und zu begeistern. Die gebürtige Ilshofenerin und in Öhringen lebende Krankenschwester entschied sich 2006 von Anfang Juni bis Mitte September auf einer  Alm in der Steiermark  zu verbringen. Kein Strom, deshalb auch kein Kühlschrank, kein fließend Warmwasser, nur sehr erfrischendes Brunnenwasser, Plumpsklo neben der Hütte, dafür ganz viel Natur und noch mehr Ruhe. Allein mit ihrem Hund versorgte und beaufsichtigte sie eine Herde Jungtiere und 2 Milchkühe in 1350 m Höhe auf der Stummeralm. Zuerst stand mal Großputz  in der Hütte an, denn wenn schon wenig Komfort und nur spartanische Einrichtung vor Ort, sollte es wenigstens sauber sein. Schnell merkte sie, dass es durchaus Sinn macht einen geregelten Tagesablauf zu haben: morgens früh raus, den Herd anfeuern, Wasser vom Brunnen holen und aufstellen, die beiden Kühe melken, frühstücken, das Jungvieh zählen, käsen oder buttern, um dann am Nachmittag eventuelle Wanderer zu bewirten. Und was sich so einfach anhört war mit allerlei Ereignissen, von den Mäusen in der Speisekammer bis zu überraschenden Besuchen des Kaminkehrers mit eigenen Eingangsschlüssel gespickt. Die Referentin würde heute, 15 Jahre älter, vielleicht nicht mehr als Sennerin arbeiten wollen aber 14 Tage Almurlaub könnte sie sich schon vorstellen. Denn während sie sich beim Ankommen auf der Alm relativ schnell an die Ruhe und Einsamkeit gewöhnt hatte, war es fast ein Kulturschock als sie wieder in die Zivilisation zurückkehrte. Zum Glück hatte ihre Familie ein Willkommensschild am Haus angebracht, "Suchen Haushälterin - gerne auch Sennerin".

 

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