Mitgliederversammlung 21.04.2026
Bereits zum Auftakt wurden unsere Gäste mit einem Sekt herzlich begrüßt - eine schöne Gelegenheit für erste Gespräche und ein gemütliches Ankommen. Für viele fröhliche Momente sorgte auch unsere Fotobox im Eingangsbereich des Bürgerhauses.
Im offiziellen Teil standen die Berichte sowie ein Jahresrückblick im Mittelpunkt. In stillem Gedenken erinnerte Vorsitzende Karin Könninger an die verstorbenen LandFrauen-Mitglieder. Neu eingetreten in den Verein sind: Ines Berg, Katrin Blumenstock, Salome Fetzer, Dagmar Gehring, Stephanie Heim, Tanja Horlacher, Silke Kochendörfer, Anke König, Inge Offenhäuser, Susanne Patz, Claudia Sonnek, Martin Sonnek, Sabine Sprenger, Heike Stein und Hanna Wolf. Sie wurden herzlich willkommen geheißen, wodurch der Verein jetzt gesamt 219 Mitgliedern, davon 8 Fördermitglieder zählt. Einen Bilderrückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres gab Beate Meinikheim. Birgit Maier stellte die Finanzen vor, ihr wurde von Gerlinde Krafft und Elfriede Frauhammer fehlerfreie Arbeit bescheinigt und die stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Stahl sprach die Entlastung aus, die einstimmig erteilt wurde.
Vorsitzende Claudia Griebel nahm die Ehrungen verdienter Mitglieder vor. Für bemerkenswerte 40 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Elfriede Feinauer, Ute Uhl, Gerlinde Ziegler und Gabriele Brück geehrt. Maria Ackermann gehört seit 25 Jahren dem LandFrauenverein an.
Für die musikalische Umrahmung waren die Rotweinschlotzer aus Münster verantwortlich und Sebastian Unbehauen aus Reubach gab kurze und lustige Gschichtlich aus seiner HT-Kolummne "Horch amoal her" zum Besten. Vorsitzende Susanne Niklas-Bach bedankte sich bei den LandFrauenmitgliedern für das zahlreiche Erscheinen und bei allen Teilnehmern für das gute Gelingen. Mit einem leckeren Salatbuffet der Metzgerei Gehring und gemütlichem Beisammensein endete die rundum gelungene Veranstaltung.
Frühstück & Vortrag " Balance gewinnen" 26.03.2026
Mit einem gemeinsamen Frühstück im Lamm begann der Tag in angenehmer Atmoshäre. Anschließend begeisterte Referentin Suse Müller mit ihrem Vortrag "Balance gewinnen - mehr Leichtigkeit für mein Leben". Neben ihrer Tätigkeit im Familiebetrieb ist sie seit 2017 erfolgreich selbstständig in ihrer Beratungspraxis.
Im Focus stand die Frage, wie ein achtsamer und ausgewogener Alltag gelingen kann. Dabei wurde deutlich, dass Balance individuell ist und sich je nach Lebensphase verändert. Mithilfe des Bildes einer "Waage" regte die Referentin dazu an, das eigene Leben bewusst zu reflektieren und bei Bedarf neu auszurichten.
Als wichtige Grundlage stellte sie die vier Säulen Körper, Geist, Beziehungen und Sinn vor, die im Gleichgewicht sein sollten. Zentrale Impulse wie "Wahrnehmen - Regulieren - bewusst verändern" sowie die Bedeutung von Selbstfürsorge zeigten, dass bereits kleine Veränderungen viel bewirken können. Der Vormittag bot zahlreiche Denkanstöße und lud ein, die eigene Balance bewusster wahrzunehmen und aktiv zu gestalten - ein gelungener Auftakt mit nachhaltigem Mehrwert für den Alltag.
Interessantes und Kulinarisches beim Biohof Vogt 17.03.2026
Bei der Betriebsbesichtigung in Heufelwinden erhielten wir eine interessante Einführung in die Geschichte des Hofes sowie in die Besonderheiten des Chicorée-Anbaus. Der Betrieb wird seit 1987 nach den Richtlinien des organisch-biologischen Landbaus nach Dr. Hans Müller geführt und umfasst neben dem Ackerbau und Milchviehhaltung mit Nachzucht sowie einen kleinen Bereich Forstwirtschaft.
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der traditionellen, handwerklichen Herstellung von Chicorée. Dabei wurde erklärt, dass dieser im Winter aus speziellen Wurzeln unter Ausschluss von Licht wächst. Die Teilnehmerinnen konnten den gesamten Anbauprozess im Keller verfolgen und bekamen Einblicke in die aufwendige Pflege und Ernte. Neben dem klassischen weiß-gelben Chicorée baut die Familie Vogt auch in kleiner Menge rote Sorten an.
Der Hof arbeitet nach einem nachhaltigen Kreislaufprinzip, bei dem Pflanzenbau und Tierhaltung eng miteinander verbunden sind. Angebaut werden neben klassischen Getreidesorten auch Urgetreide sowie Gemüse für den Eigenbedarf und den Verkauf.
Die hofeigenen Produkte sind im Hofladen in Heufelwinden sowie bei verschiedenen Marktgärtnern in der Region bis nach Schwäbisch Hall und auf dem Wochenmarkt in Blaufelden erhältlich. Den Abschluss des Besuchs bildete ein gemeinsames Fünf-Gänge-Menü rund um den Chicorée, bei dem die Teilnehmerinnen den Tag in gemütlicher Atmosphäre ausklingen ließen und die Möglichkeit hatten, frischen Chicorée zu kaufen.
Frühlingserwachen 01.03.2026
Volles Haus und begeisteter Zuspruch aus nah und fern
Bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen konnten wir zahlreiche Gäste willkommen heißen. Die große Auswahl an selbstgebackenen Kuchen, die mit viel Liebe zubereitet worden waren, kam besonders gut an - am Ende war kein einziges Stück mehr übrig. Die österlich geschmückten Tische schufen eine einladende Atmosphäre, die zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen einlud. Es entwickelten sich viele schöne Begegnungen, lebhafte Gespräche und zahlreiche positive Rückmeldungen, über die wir uns sehr gefreut haben.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Bäckerinnen, Helferinnen und Helfer sowie an die engagierten Standbetreiberinnen und Standbetreiber. Mit viel Liebe zum Detail entstand so ein kleiner, farbenfroher Markt mit abwechslungsreichen Angeboten. Für strahlende Kinderaugen sorgte außerdem der Basteltisch, der bei unseren jüngsten Gästen auf große Begeisterung stieß
"Das bisschen Haushalt - Struktur statt Stress" 10.02.2026
"Wenn man nicht im Hotel lebt, hat man einen Haushalt!" 56 LandFrauen informieren sich über effiziente Haushaltsführung.
Planen, organisieren, reinigen - wer einen Haushalt führt, weiß, dass diese Aufgaben zum Alltag gehören. Wie sich all das jedoch strukturiert, zeitsparend und zugleich nachhaltig gestalten lässt, zeigte Referentin Brigitte Kreuzer bei einem informativen Abend. In vier thematisch gegliederten Blöcken vermittelte sie praxisnahe Tipps und regte zugleich zum offenen Erfahrungsaustausch an.
Im Mittelpunkt standen die Bereiche Organisation und Ordnung, Hausreinigung, Wäschepflege sowie Speisenzubereitung. Besonders wichtig war Frau Kreuzer dabei der Dialog untereinander. Immer wieder ermutigte sie die Teilnehmerinnen, eigene Erfahrungen einzubringen, bewährte Methoden zu teilen und voneinander zu lernen. So entwickelte sich ein lebendiger Austausch, der zeigte, wie vielfältig und individuell Haushaltsführung gestaltet werden kann.
Zu Beginn widmete sich die Referentin der grundlegenden Organisation. Je nach Größe des Haushalts fallen durchschnittlich rund vier Stunden Hausarbeit an - davon übernehmen nach wie vor überwiegend die Frauen etwa drei Stunden, während Männer im Schnitt eine Stunde beitragen. Umso wichtiger sei eine klare Struktur. Die Basis bilde ein durchdachter Arbeits-und Speiseplan. " Was steht an? Wann soll es erledigt sein? Welche Ziele setze ich mir?" - diese Fragen sollten regelmäßig gestellt werden. Aufgaben zu terminieren und der sogenannten "Aufschieberitis" keinen Raum zu geben, sei entscheidend für einen reibungslosen Ablauf.
Kleine Maßnahmen könnten dabei Großes bewirken: Tätigkeiten, die in zwei bis fünf Minuten erledigt sind, sollten sofort ausgeführt werden. Zehn Minuten tägliches Aufräumen schafften dauerhaft Ordnung. Auch bewusste Kaufentscheidungen gehörten zur Organisation: Neue Anschaffungen sollten gut überlegt werden. Dinge, die man bereits mehrfach in den Händen hatte, ohne sie zu benutzen, dürften getrost aussortiert werden. Weniger Besitz bedeutet oft mehr Übersicht und weniger Arbeit.
Im Bereich der Hausreinigung empfahl Frau Kreuzer, den eigenen Bedarf genau zu prüfen. Welche Geräte erleichtern die Arbeit tatsächlich? Ob Akkusauger, Saugroboter oder klassischer Besen - entscheidend sei, was zum jeweiligen Haushalt passe und effektiv einsetzbar sei. Auch bei Reinigungsmitteln plädierte sie für Einfachheit: Ein guter Allzweckreiniger, Zitronensäure und Gallseife seien in den meisten Fällen völlig ausreichend. Weniger Produkte bedeuteten nicht nur geringere Kosten, sondern auch eine Entlastung für Umwelt und Gesundheit.
Bei der Wäschepflege riet die Fachfrau zu kompaktem Vollwaschmittel und Colorwaschmittel in Pulverform. Flüssigwaschmittel und insbesondere Weichspüler sollten - auch aus ökologischen Gründen - möglichst vermieten werden. Entscheidend sei zudem die richtige Dosierung. diese müsse sowohl an den Wasserhärtegrad als auch an die tatsächliche Wäschemenge angepasst werden. Ein gelegentliches Wiegen der Trockenwäsche könne dabei helfen, ein besseres Gefühl für die passende Menge zu entwickeln und Überdosierungen zu vermeiden.
Zum Abschluss gab Frau Kreuzer den Teilnehmerinnen zwei Denkanstöße mit auf den Weg, die im Alltag Orientierung bieten können: "Muss das sein?" und "Muss das so sein?" Diese Fragen helfen, Routinen zu hinterfragen, Arbeiten abzugeben, Prioritäten neu zu setzen und den Haushalt bewusst und selbstbestimmt zu gestalten.
Leben als Frau in Uganda - ohne Wasser und Strom 03.02.2026
"Für ugantische Frauen gelten die vier K: Kinder, Küche, Kirche und Kaffeeanbau"
33 Frauen lauschten dem Vortrag von Birgit Schwarzmeier aus Bad Dürrheim vom Verein Uganda-Freundeskreis e.V..
Uganda, die "Perle Afrikas" in Ostafrika, ist bekannt für seine Berggorillas, den Viktoriasee, den Ursprung des Nils sowie seine außergewöhnlich artenreichen Nationalparks. Die Hauptstadt des Landes ist Kampala, und Luganda ist eine weit verbreitete Sprache. Rund 70 bis 80 Prozent der Erwerbstätigen leben vom Anbau von Kaffee, Tee und Bananen. Uganda zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt, gleichzeitig jedoch auch zu den Ländern mit der jüngsten Bevölkerung: Etwa die Hälfte der Einwohner ist jünger als 15 Jahre. Seit rund 40 Jahren wird das Land vom inzwischen 81-jährigen Präsidenten Museveni regiert, der vor allem von der älteren Generation unterstützt wird. Dadurch gleicht die politische Situation einem ausgeprägten Generationskonflikt.
Birgit Schwarzmeier und ihr Mann unterstützten zu Beginn ihrer Hilfsarbeit die Dorfbevölkerung mit Solarkochern. Im Laufe der Zeit wurde jedoch deutlich, wie schwierig es ist, neue Strukturen dauerhaft zu etablieren - ganz nach dem Motto: In Europa haben wir die Uhren, Afrika hat die Zeit: So reifte die Erkenntnis, dass Bildung der Schlüssel zu einer besseren Zukunft ist: "Wir helfen Kindern, sich zu helfen."
Frau Schwarzmeier ist gemeinsam mit ihrem Mann mehrfach vor Ort, um die Bildungsprojekte zu koordinieren und zu begleiten. Mit eindrucksvollen Bildern aus Uganda untermalte die Referentin ihren Vortrag und berichtete, dass trotz der noch sehr traditionellen Rollenverteilung die Wertschätzung von Frauen langsam zunimmt. Ein Drittel der Parlamentarier sind inzwischen Frauen - ein Umstand, der Hoffnung macht.
Als Fazit des Vortrags lässt sich festhalten, dass wir für unser priviligiertes Leben durchaus das ugandische Lebensmotto übernehmen könnten: "
"Und wenn alles noch so schwer ist - morgen geht die Sonne wieder auf."
Teeseminar 20.01.2026
24 Frauen nahmen begeistert am Teevortrag von Sabine Menrath teil. Dabei präsentierte sie nicht nur ihr umfassendes Wissen über Tee - schnell wurde klar, dass es um weit mehr ging als um ein Heißgetränk.
Schon als Kind entwickelte Sabine Menrath ein starkes Interesse an Pflanzen, Tieren und der Natur, das vor allem durch ihre Großmutter gefördert wurde. Ihr beruflicher Werdegang führte sie zunächst zur Ausbildung als Kinderkrankenschwester, anschließend absolvierte sie ein Intensivstudium zur Heilpraktikerin und zur Homöopathin. Im Laufe der Jahre eignete sie sich fundierte Kenntnisse unter anderem in Anatomie, Homöopathie, Fussreflexzonen-und Irisdiagnose sowie in verschiedenen Therapieformen wie der Kinder- und Säuglings-Dorn-Breuss-Therapie, Klang- und Bachblütentherapie an.
Kurzum: Sabine Menrath vereint geballte Kompetenz. So stand am Dienstagabend nicht nur Tee im Mittelpunkt, sondern vor allem Tee im Zusammenhang mit Gesundheit und Prävention.
Aber auch ihr umfangreiches Teewissen ließ keine Wünsche offen. Teezeremonien gibt es rund um den Globus: In Japan haben sie Kultstatus, in Indien steht Tee besonders für Gesundheit, und in Ostfriesland heißt es bekanntlich"Immer Tied för´n Koppke Tee". Dort trinkt man traditionell mindesten drei Tasse Tee hintereinander - und das gleich viermal täglich. Tee zählt zu den ältesten Getränken der Menschheit. Die Teilnehmerinnen erfuhren Wissenswertes über Anbau, Verarbeitung und Herstellung. Ähnlich wie beim Wein beeinflussen Anbaugebiet und Höhenlage mit ihren speziellen klimatischen Bedingungen den Geschmack des Tees ganz erheblich.
Ein weiteres Thema war das oft unterschätzte Image von Teebeuteln. Häufig wird angenommen, dass Tee aus Beuteln grundsätzlich minderwertig sei oder schlechter schmecke als loser Tee. Tatsächlich gibt es jedoch sowohl bei losen Tees als auch bei Beuteltees hochwertige und weniger hochwertige Qualitäten. Darum sollte man beim Kauf eines Tees auf der Verpackung auf Begriffe wie "Single Estate", "Gartentee", "aus der Plantage von..." oder eine detailierte Herkunftsangabe für Tees aus einem bestimmten Anbaugebiet achten.
Abgerundet wurde der Vortrag durch zahlreiche praktische Tipps und Empfehlungen: So wirkt griechischer Bergtee entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem, beruhigt die Nerven und wird sogar im Zusammenhang mit der Vorbeugung von Alzheimer erforscht. Cistustee ist ein unkomplizierter Kräutertee für den täglichen Genuss. PU.Erh-Tee ist der einzige wirklich fermentierte Tee; er wird zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt und soll Herz-Kreislauf-System und Blutdruck stabilisieren sowie den Cholesterinspiegel senken. Rotbuschtee (Rooibos) gilt als hilfreich bei Allergien wie Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien oder Hausstaubmilben sowie Hautproblemen wie Neurodermitis. Seine enthaltenen Flavonoide können entzündungshemmend wirken und die Histaminfreisetzung beeinflussen.
Der Abend bot eine gelungene Mischung aus Fachwissen, praktischen Gesundheitstipps und spannenden Einblicke in die Welt des Tees und natürlich gab es auch Tee zum Verkosten.







































