Teeseminar 20.01.2026
24 Frauen nahmen begeistert am Teevortrag von Sabine Menrath teil. Dabei präsentierte sie nicht nur ihr umfassendes Wissen über Tee - schnell wurde klar, dass es um weit mehr ging als um ein Heißgetränk.
Schon als Kind entwickelte Sabine Menrath ein starkes Interesse an Pflanzen, Tieren und der Natur, das vor allem durch ihre Großmutter gefördert wurde. Ihr beruflicher Werdegang führte sie zunächst zur Ausbildung als Kinderkrankenschwester, anschließend absolvierte sie ein Intensivstudium zur Heilpraktikerin und zur Homöopathin. Im Laufe der Jahre eignete sie sich fundierte Kenntnisse unter anderem in Anatomie, Homöopathie, Fussreflexzonen-und Irisdiagnose sowie in verschiedenen Therapieformen wie der Kinder- und Säuglings-Dorn-Breuss-Therapie, Klang- und Bachblütentherapie an.
Kurzum: Sabine Menrath vereint geballte Kompetenz. So stand am Dienstagabend nicht nur Tee im Mittelpunkt, sondern vor allem Tee im Zusammenhang mit Gesundheit und Prävention.
Aber auch ihr umfangreiches Teewissen ließ keine Wünsche offen. Teezeremonien gibt es rund um den Globus: In Japan haben sie Kultstatus, in Indien steht Tee besonders für Gesundheit, und in Ostfriesland heißt es bekanntlich"Immer Tied för´n Koppke Tee". Dort trinkt man traditionell mindesten drei Tasse Tee hintereinander - und das gleich viermal täglich. Tee zählt zu den ältesten Getränken der Menschheit. Die Teilnehmerinnen erfuhren Wissenswertes über Anbau, Verarbeitung und Herstellung. Ähnlich wie beim Wein beeinflussen Anbaugebiet und Höhenlage mit ihren speziellen klimatischen Bedingen den Geschmack des Tees ganz erheblich.
Ein weiteres Thema war das oft unterschätzte Image von Teebeuteln. Häufig wird angenommen, dass Tee aus Beuteln grundsätzlich minderwertig sei oder schlechter schmecke als loser Tee. Tatsächlich gibt es jedoch sowohl bei losen Tees als auch bei Beuteltees hochwertige und weniger hochwertige Qualitäten. Darum sollte man beim Kauf eines Tees auf der Verpackung auf Begriffe wir "Single Estate", "Gartentee", "aus der Plantage von..." oder eine detailierte Herkunftsangabe für Tees aus einem bestimmten Anbaugebiet achten.
Abgerundet wurde der Vortrag durch zahlreiche praktische Tipps und Empfehlungen: So wirkt griechischer Bergtee entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem, beruhigt die Nerven und wird sogar im Zusammenhang mit der Vorbeugung von Alzheimer erforscht. Cistustee ist ein unkomplizierter Kräutertee für den täglichen Genuss. PU.Erh-Tee ist der einzige wirklich fermentierte Tee; er wird zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt und soll Herz-Kreislauf-System und Blutdruck stabilisieren sowie den Cholesterinspiegel senken. Rotbuschtee (Rooibos) gilt als hilfreich bei Allergien wie Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien oder Hausstaubmilben sowie Hautproblemen wie Neurodermitis. Seine enthaltenen Flavonoide können entzündungshemmend wirken und die Histaminfreisetzung beeinflussen.
Der Abend bot eine gelungene Mischung aus Fachwissen, praktischen Gesundheitstipps und spannenden Einblicke in die Welt des Tees und natürlich gab es auch Tee zum Verkosten.